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Bunsen-Gymnasium untersucht die Artenvielfalt am Neckar

Vom 23.9. bis zu 25.9.22 fand nun bereits zum dritten Mal das weltweite gruppenfotoCitizen-Science-Projekt „The Home River Bioblitz 2022“ statt. Ähnlich eines „Tags der Artenvielfalt“ wurden hier Artenbeobachtungen an ausgewählten Fließgewässern gesammelt und gemeldet. Das Bunsen-Gymnasium mit Unterstützung weiterer Naturbeobachter, nahm erstmals mit dem Projektgebiet „Neckar“ teil und belegte mit 419 Artenfunden verteilt auf 850 Beobachtungen den 2. Rang im globalen Ranking! 

Über 80 Schülerinnen und Schüler samt ihren engagierten Lehrerinnen und Lehrern forschten einen Vormittag lang fleißig im und entlang des Neckars.

Die Botaniker-Gruppen bestimmten die Arten der Schwimm- und Tauchblattvegetation in flachen Neckarbuchten als auch die artenreiche Uferbegleitvegetation. 

Das gefundene Brunnenmoos und das Ährige Tausenblatt, welche unter Wasser wachsend im Schutz der überhängenden Schwarzerlen gefunden wurden, stehen für klares, schwebstoffarmes Wasser. Die Gelbe Teichrose und das Flutende Laichkraut bilden Schwimmblattteppiche im flachen Uferbereich und stellen einen wichtigen Lebensraum für Wasserinsekten dar.

Die Limnologen widmeten sich dem Makrozoobenthos, wirbellosen Kleinlebewesen am Gewässerboden. Viele Funde von Kleinlibellenlarven, welche als Gebänderte Prachtlibellen bestimmt werden konnten, zeugen für eine biologische gute Wasserqualität - zumindest für diesen Neckarabschnitt. 

Dreikant Muschel

Neben der heimischen Flussmuschel fanden die Schülerinnen und Schüler viele Körbchen- Dreikant- und Quaggamuscheln. Diese gelten als Neozoen, sprich Arten, die ursprünglich nicht im Neckar heimisch waren.

Das Highlight war allerdings eine Tierart, die wir nicht zu Gesicht bekommen haben, seine Spuren entlang des Neckars waren jedoch unübersehbar: Angenagte Weidenstämme und sogar ein großer Haufen aus Ästen und BiberZweigen sind die eindeutigen Indizien für ein Bibervorkommen. Karl-Friedrich Raqué, ehemaliger Lehrer und Naturschutzbeauftragter der Stadt Heidelberg, erklärte den interessierten Schülerinnen und Schülern, dass es sich bei dem „Haufen“ um eine bewohnte Biberburg handelt. Da der Biber aber dämmerungsaktiv ist, kommt die Biberfamilie erst bei Einbruch der Dunkelheit aus der Burg, lernten die Schülerinnen und Schüler.

Die Erfahrungen und Naturerlebnisse, welche die Schülerinnen und Schüler an diesem Tag am Neckar gesammelt haben, sind ein wichtiger Bestandteil der ökologischen Bildung am Bunsen-Gymnasium. Die gesammelten Ergebnisse fließen direkt in den Unterricht der Mittel- und Oberstufe ein, außerdem sind sie auch von naturschutzfachlichem und wissenschaftlichem Interesse. 

 

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Dies ist der link zur iNaturalist-Seite, auf der die Artenfunde gemeldet wurden:

https://www.inaturalist.org/projects/the-home-river-bioblitz-2022-neckar

Dies ist der link zur Dachorganisation:

https://www.homeriverbioblitz.org 

 

Jochen Essig

 

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