• Warum Latein?

    • Latein lebt
    • Sprachkompetenz
    • Methodenkompetenz
    • kulturelle und persönliche Kompetenz
    • Wenn nicht jetzt, wann dann?
    • Entscheidungshilfe: Fragebogen zum Selbsttest (pdf)
  • Latein und Latinum am Bunsen-Gymnasium

    • Profilübersicht
    • Schülerstimmen zum Fach
    • Lehrwerk (?)
  • Exkursionen und Projekte

    • Limes-Projekt
    • Exkursion zur Saalburg
    • Besuch im Römermuseum in Osterburken
    • Fahrt nach Trier (?)
    • Bericht zur Studienfahrt 2015 nach Rom
  • coniunctiones

maximo2
maximo



   
maximo6

Warum Latein?

Latein ist tot? Von wegen! Latein ist alles andere als tot! Auch wenn die Sprache nicht mehr gesprochen wird, ist sie dennoch allgegenwärtig.

Selbst in zeitgenössischen Bestsellerromanen wie z.B. Harry Potter werden von lateinischen Begriffen abgeleitete Namen als indirekte Charakterisierung der Personen verwendet. (z.B. Severus Snape von lat. „severus”: streng)

Latein lebt!

Vor allem aber ist Latein als Wurzel der romanischen Sprachen in vielen Wörtern der europäischen Sprachen wiederzufinden, wie am Beipiel des Begriffs „Familie” (lat. „familia”, ital. „famiglia”, span. „familia”, franz. „famille” und engl. „family”) deutlich wird. Ebenso lebt Latein in zahlreichen gängigen Fremdwörtern wie beispielsweise Abitur (lat. „abire”) oder auch in neu gebildeten Vokabeln wie digital (lat. „digitus”) oder Globalisierung (lat. „globus”) weiter. Doch auch die Wissenschaften, allen voran die Rechtswissenschaften (lat. „ius” = das Recht) und die Medizin (lat. „medicus” = der Arzt), bedienen sich der lateinischen Sprache als Grundlage ihrer Terminologie.

Nicht umsonst sind Lateinkenntnisse daher auch für einige Studiengänge und Berufe von großem Vorteil. Bei vielen anderen Studiengängen ist das Latinum als Nachweis für Lateinkenntnisse sogar Voraussetzung. Diese Regelung trägt der Relevanz dieser Sprache auch heute noch Rechnung und zeigt ebenfalls, dass Latein nichts an seiner Aktualität eingebüßt hat.

Förderung der Sprachkompetenz

Das Fach Latein leistet einen kaum überzubewertenden Beitrag zur allgemeinen Sprachkompetenz. In keinem anderen Fach wird die Genauigkeit in einer Sprache so intensiv gefördert wie in Latein. Das Erlernen der lateinischen Sprache vermittelt genaue Kenntnisse von grammatikalischen Strukturen und einer Sprachsystematik, die das Fundament einer jeden Sprache bilden. Grammatikalische Fachtermini, Satz- und Strukturmodelle vermitteln ein grundlegendes Methodenwissen, das auf beinahe jede Sprache angewandt werden kann und deren Erlernen dadurch erleichtert.

Man kann daher Latein als eine Art „Zugangssprache” zu den übrigen Sprachen betrachten. Besonders von Vorteil sind die Lateinkenntnisse beim Erlernen der romanischen Sprachen, die aufgrund ihrer Entstehung aus dem Lateinischen nicht nur hinsichtlich der Grammatik, sondern auch in Hinblick auf das Vokabular viele Ähnlichkeiten aufweisen. So fördert das Latein in erheblichem Maße die Fremdsprachenkompetenz.

Vor allem aber profitiert die muttersprachliche Kompetenz, die durch den Lateinunterricht nachhaltig verbessert wird. Denn eine geschulte Sprachreflexion und ein lateinischer Grundwortschatz helfen dabei, Rechtschreib- und Zeichenfehler im Deutschen zu erkennen und zu vermeiden. Der intensive Umgang mit lateinischen Texten, sei es bei der Übersetzung oder Interpretation, fördert außerdem eine genaue Sprachbetrachtung und so einen guten Sprachstil.

maximo7

Förderung der Methodenkompetenz

Wer Latein lernt, lernt nicht nur Latein. Durch das Einstudieren von Vokabeln, Wortformen und Strukturen wird das Gedächtnis dauerhaft trainiert. Außerdem werden Lernmethoden eingeübt, die auch für andere Sprachen und Fächer wichtig sind. Daneben wird beim Übersetzen früh ein strukturiertes Arbeiten erlernt und der Grundstein zum abstrakten und problemlösenden Denken gelegt. Da Latein genaues und geduldiges Arbeiten erfordert, fördert es Schlüsselqualifikationen, die für zahlreiche andere Fächer und auch außerschulische Bereiche wichtig sind.

Förderung der kulturellen und persönlichen Kompetenz

Latein ist vor allem anderen die Kultursprache Europas und bildet den Zugang zur europäischen Kulturgeschichte. Von der Antike bis in die frühe Neuzeit prägt diese Sprache die europäische Historie, was man durch viele lateinische Inschriften auf Häusern, Gräbern und in Kirchen sehen kann.

Neben christlichen Motiven hatte besonders die antike Mythologie einen nachhaltigen Einfluss auf die europäische Kunst, vor allem die Bildenden Künste sowie die Literatur. So erschließt die Lektüre von Ovids Metamorphosen nicht nur einen facettenreichen Sagenschatz, sondern ermöglicht zugleich auch den Zugang zu zahlreichen weiteren Kunstwerken.

Die Beschäftigung mit interessanten und auch nach 2000 Jahren noch aktuellen historischen, kulturellen, philosophischen, ethischen und literarischen Themen sowie der Vergleich der Antike mit der Gegenwart fordert die Schülerinnen und Schüler kontinuierlich zum reflektierten und kritischen Denken auf und leistet so einen Beitrag zu deren persönlicher Entwicklung und zur Wertevermittlung allgemein. Durch diese große Vielfalt an Inhalten und Themen vermittelt der Lateinunterricht ein breites Allgemeinwissen, das nicht nur bei einer Teilnahme bei „Wer wird Millionär” von Vorteil sein kann. Die Beschäftigung mit historischen, kulturellen, philosophischen, ethischen und literarischen Themen leistet daneben einen Beitrag zur Wertevermittlung und persönlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.

maximo4

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Viele Studierende, denen es nicht vergönnt war, ihr Latinum im Laufe ihrer Schulzeit zu erwerben, es aber dennoch als Voraussetzung für ihr Studium benötigen, klagen angesichts der wenigen Zeit, die ihnen ihr Studiengang einräumt, über die zusätzliche Belastung, die der Spracherwerb in Form eines Kompaktkurses meist von einer Dauer von zwei Semestern mit anschließenden obligatorischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen mit sich bringt. Zugleich erkennen sie aber den Wert der lateinischen Sprache und bedauern es häufig hinterher, dass nur sehr wenig von dem in Kürze „eingepaukten” Stoff ihrem Gedächtnis dauerhaft verhaftet blieb.

Doch auch denen, die Latein voraussichtlich nicht als bloße Qualifikation für einen Studiengang benötigen werden, aber wie wir von dem universellen Nutzen dieser Sprache überzeugt sind, sei gesagt, dass der Spracherwerb während der Schulzeit der einfachste Weg zum Latinum ist.

maximo3

Entscheidungshilfe: Fragebogen zum Selbsttest (pdf)

Latein und Latinum am Bunsen-Gymnasium

Exkursionen und Projekte

maximo1

coniunctiones

  • https://www.altphilologenverband.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=20&Itemid=32
  • http://www.altesprachen.de/latein/
  • http://www.paulusheim.de/eip/pages/208_latein_linktipps.php
  • http://www.obta.uw.edu.pl/~draco/docs/voccomp.html