Briefemarathon von Amnesty International

AI Urkunde

Eigenlicht müsste man doch meinen, dass es in den meisten Ländern der Welt kaum Menschenrechtsverletzungen geben sollte, da eine beachtliche Zahl von Staaten (193) die UN-Menschenrechtscharta vom 10. Dezember 1948 unterschrieben und sich zu ihr bekannt hat. In den meisten Verfassungen sind diese Menschenrechte auch festgeschrieben und unwiderruflich. Doch zwischen Verfassungsnorm und gelebter Realität liegen Welten. Man denke nur an einige Kriege im Nahen Osten: Syrien, Afghanistan, Jemen und jüngst droht uns eventuell auch ein Bürgerkrieg in Libyen.

Auch weitab von Kriegen kommt es besonders in streng religiösen, nationalen und auch teilweise von Rassismus dominierten Ländern zu Menschenrechtsverletzungen. Besonders Frauen, deren Emanzipation gegenüber Männern oft noch nicht Teil der gesellschaftlichen Realität geworden ist, leiden unter Verletzungen der Menschenrechte.
Die weltweit agierende Menschenrechtsorganisation Amnesty International prangert diese Menschenrechtsverletzungen an und versucht durch den jährlich  stattfindenden Briefmarathon Staatschefs und deren Regierungen unter Druck zu setzen. Je mehr Briefe geschrieben werden, umso höher der Druck. Deswegen hat sich die Klasse 9c Anfang des Schuljahres dazu entschlossen, den Briefmarathon mit selbst verfassten Briefen zu unterstützen und die Politiker unter Druck zu setzen. Dafür setzte sich die Klasse im Deutschunterricht intensiv mit den von Amnesty International ausgewählten Personen, deren Rechte massiv verletzt wurden, auseinander.
Atena Daemi, Geraldine Chacun und Nonhle Mbuthuma sind drei unglaublich starke Frauen, die offen gegen Menschenrechtsverletzungen durch ihre Regierungen vorgegangen sind. Atena Daemi fordert die Abschaffung der Todesstrafe im Iran, wofür sie zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Im Gefängnis litt sie unter brutaler Gewaltanwendung. Auch Geraldine Chacun litt unter den miserablen Umständen während ihres viermonatigen Gefängnisaufenthalts. Grund für ihre Bestrafung war ihre Arbeit mit Jugendlichen in Venezuelas Hauptstadt Caracas, hinter der die Regierung eine Verschwörung sah. Nonhle Mbuthuma wehrte sich gegen den Abbau von Titan in der Provinz Ostkap in Südafrika, da die Minen zu einer rechtswidrigen Vertreibung der dort ansässigen Bewohner, den Amadiba, führen würde. Die Minen bedrohen somit die Existenz der Anwohner. Bei ihrem Einsatz gegen den Bau wurde sogar ein Aktivist erschossen.
Beeindruckend fanden wir, dass diese Frauen trotz der ungeheuerlichen Misshandlungen ihren Kampf für Gerechtigkeit nicht aufgeben. Das war für mich ein Grund zu sagen, dass diese Missstände bekämpft werden müssen, egal auf welche friedliche und legale Art und Weise. Es muss ein Achtungszeichen an die Politik gesendet werden, dass diese Frauen nicht alleine sind. Hinter ihnen stehen Menschen, die diese Umstände nicht akzeptieren. Dies ist meine persönliche Überzeugung und ich würde jeden bitten, in Zukunft auch Briefe abzuschicken und ein Zeichen zu setzen.

S.G. Klasse 9c

Schule

Bunsen-Gymnasium
Humboldtstraße 23
69120 Heidelberg
Tel.: +49(0)6221 64340
Fax: +49(0)6221 419421

Fridays Bunsen for future

Future

 

+++ Shortcuts+++

Freundeskreis

Bunsen-Gadgets

BunSEL-Chor

Bunsen-Theater

Kunstarchiv
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok