ScienceAcademy

Die „ScienceAcademy“ ist ein Feriencamp, an dem jedes Jahr in den Sommerferien 72 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg teilnehmen können. Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit, ein Teil dieser zweiwöchigen Akademie zu sein. Sie findet jedes Jahr im Landeszentrum für Schul- und Umwelterziehung in Adelsheim statt. Dieses gehört zum Eckenberg-Gymnasium und bietet perfekte Bedingungen: eine Mensa, 72 Schlafplätze für die Teilnehmer, viele freie Räume und zwei Labore. Das Eckenberg-Gymnasium ist, was Sport, Musik und die Werkräume angeht, mehr als überdurchschnittlich gut ausgestattet. Es gab sechs wählbare Kurse: Mathematik, Astronomie, Biologie/Pharmazie, Philosophie, Informatik und der Kurs TheoPrax, an dem ich teilnahm. Jeder Kurs hatte ein Thema oder ein bestimmtes Kursziel. Das Kursziel des TheoPrax-Kurses war es zum Beispiel, eine funktionierende Adsorptionskältemaschine zu Demonstrationszwecken zu bauen, die wir dann unserem Auftraggeber, dem Fraunhofer Institut für chemische Technologie, zur Verfügung stellten, damit die Maschine auf Messen ausgestellt werden kann. Eine Adsorptionskältemaschine ist eine vielversprechende energiesparende Alternative zur üblichen Kompressionskältemaschine, da sie mit Wärme statt mit Strom betrieben werden kann. Sie kühlt durch das Verdampfen von Wasser in einem Vakuum. Des Weiteren befindet sich in diesem Vakuum Zeolith, ein spezielles Mineral mit einer sehr großen Oberfläche, an der sich Wasser anlagern kann. Dieser Vorgang heißt Adsorption. Neben dem Projektmanagement verbrachten wir einen großen Teil im Labor und in der Werkstatt mit dem Aufbau der Maschine. Das bedeutete meistens schrauben, bohren, messen, testen und improvisieren. Die größte Herausforderung war das nötige Vakuum in der Maschine. Wir konnten nur vakuumgeeignete Bauteile und Sensoren verwenden und das Improvisieren war sehr schwierig, da Panzertape nicht vakuumdicht ist. Uns standen zwar genug geeignete Teile zur Verfügung, allerdings waren diese auch nur dann wirklich dicht, wenn keinerlei Zugkräfte auf die Dichtungen wirken, sie sehr sauber und extrem fest zugezogen sind. So verbrachten wir viel Zeit damit, die Höhe unserer Befestigung um ein paar Millimeter zu justieren, Dichtungen mit Aceton zu reinigen und alle Schrauben absolut fest zu ziehen. Gleichzeitig erstellten wir eine interaktive PowerPoint-Präsentation, welche die Maschine auf Messen erklären wird, da wir selbst nicht dort sein werden. Nach zahlreichen Problemen, etlichen Stunden im Labor und vieeelen Gummibärchen gab es dann doch noch ein Happy End: Am letzten Tag der Akademie war unsere Maschine endlich luftdicht und funktionierte auch! Die Akademie bestand aber natürlich nicht nur aus den Kursen: Es gab fast jeden Tag mehrere kursübergreifende Angebote, so genannte KüAs. Hier konnten wir Sport machen, Musik oder Theater spielen oder mal was ganz neues ausprobieren, zum Beispiel Pralinen backen. Außerdem gab es einige besondere Tage in der Akademie, zum Beispiel das Sportfest mit eher ungewöhnlichen Disziplinen wie Teebeutelweitwurf, Autoziehen und Papierfliegerweitwurf (das der TheoPrax Kurs natürlich gewann) oder ein Bergfest mit Bühnenprogramm und einem „inoffiziellen“ Teil, der dafür sorgte, dass die Nachtruhe nach hinten verschoben werden. Am letzten Tag präsentierte jeder Kurs seine Ergebnisse den anderen Teilnehmern und den Familien, die an diesem Tag eingeladen waren. Am Abend fand dann der Abschlussabend statt. Es gab einen offiziellen Teil mit vielen Reden und Auftritten der Musik- und der Theater-KüA. Aber natürlich fehlte auch der inoffizielle Teil nicht, durch den die Nachtruhe nochmal viel weiter nach hinten verschoben werden musste als es den Leitern lieb war.


Maschine halb
 Maschine

 

 

Ventil 

 

Unter https://www.scienceacademy.de/start.html findet man weitere Informationen zur ScienceAcademy und bald auch den Dokumentationsbericht der diesjährigen Akademie. Dort wird auch die genaue Funktionsweise unserer Maschine erklärt.

Ich möchte allen danken, die die ScienceAcademy und meine Teilnahme daran ermöglicht haben! Ich kann anderen Schülern, die die Möglichkeit haben, an der ScienceAcademy teilzunehmen, wirklich nur dazu raten! Denn die Akademie ist überhaupt nicht das, wofür es viele halten: Es ist absolut keine „Schule in den Ferien“! Es war vielmehr eine sehr interessante, intensive und sehr schöne Zeit. Ich habe gesehen, dass es andere Arten des Lernens als die Schule gibt. Ich konnte Dinge wie Dirigieren oder Yoga ausprobieren, die ich noch nie gemacht habe und zu denen man nicht sehr häufig eine Gelegenheit bekommt. Vor allem hat mich die Stimmung in der Akademie beeindruckt, die man Leuten, die nicht da waren, gar nicht wirklich beschreiben kann. Vielleicht reicht es zu sagen, dass es am letzten Tag sehr viele Tränen gab, dass wohl jeder neue Freundschaften geschlossen hat und dass ich weiß, dass sich irgendwo in Baden-Württemberg noch 70 andere Jugendliche auf das Nachtreffen freuen!

Saskia Freitag 9b

Schule

Bunsen-Gymnasium
Humboldtstraße 23
69120 Heidelberg
Tel.: +49(0)6221 64340
Fax: +49(0)6221 419421

Fridays Bunsen for future

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